Kardanwellen

Die IFA Composite GmbH hat ihr Spektrum um Antriebsstrangteile für Drehmoment-, Drehzahl- und Kraftübertragung erweitert. Im Visier der Entwicklungsingenieure des Leichtbau-Innovationsführers ist insbesondere die Kardanwelle gerückt. Durch die Verwendung von Faserverbund statt Stahl und zusätzlicher Funktionsintegration lässt sich an diesem Strukturbauteil besonders effizient Gewicht reduzieren. Aus dreiteiligen Kardanwellen werden damit zweiteilige und aus zweiteiligen einteilige.

 

Das zukünftige Marktvolumen beläuft sich nach Schätzungen allein bei den deutschen Automobilherstellern auf bis zu 300.000 Faserverbund-Rohre. Dank der enormen Zugfestigkeit der Fasern lassen sich zweiteilige Gelenkwellen ohne Mehrkosten zu einteiligen Wellen reduzieren. Die IFA Composite rechnet mit zukünftig großem Marktpotenzial.

 

Gelenkwellenhersteller sehen die Faserverbund-Gelenkwellen als nächsten Innovationssprung, aber eben nicht als eigene Kernkompetenz. Das ist eine große Chance für die IFA Composite, denn die Ingenieure verfügen über Erfahrung in Entwicklung und Produktion von Rohren aus GFK, CFK und auch Hybridlösungen.

 

Mit der "bioprop" hat die IFA Composite gemeinsam mit IFA Technologies auch die erste Kardanwelle aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt. Damit werden gleich zwei umweltschonende Effekte erzielt: verbrauchsmindernden Leichtbau im Automobil und CO2-neutrale Recyclingfähigkeit. Hanf ist die Basis des Prepreg-Wickelrohres. Das Öko-Produkt kann im Gegensatz zu CFK- und GFK-Produkten später CO2-neutral verbrannt werden.

Faserwickeln

Das Faserwickeln ermöglicht es, aus faserverstärkten Kunststoffen Hohlkörper oder Rohre hoher Qualität herzustellen. Faserstränge aus Kohle- oder Glasfasern werden über einen zylindrischen oder kegelförmigen rotierenden Kern gewickelt und einem Harztränkungsverfahren unterzogen.

 

Als Matrixwerkstoffe eignen sich die Kunststoffe Duroplast und Thermoplast. Der benutzte Kern ist entweder wiederverwendbar oder geht beim Wickelverfahren für die Wiederverwendbarkeit verloren, indem er sich auflöst oder im Bauteil verbleibt.

 

Gewickelte Faserverbundwerkstoffe, zumeist automatisiert hergestellt, kommen immer häufiger auch im Automobilbau zum Einsatz.