Historie

Die IFA Composite GmbH ist ein Unternehmensteil der IFA Gruppe. Sie ging aus der IFC Composite GmbH, einer Ausgründung eines Unternehmensbereichs der IFA Maschinenbau GmbH, hervor. Die IFA Composite GmbH hat sich durch stetig neue, innovative Technologien und Produkte zum Innovationsführer für den Automotive-Leichtbau entwickelt. Der Fokus liegt neben optimierter Konstruktion auf der Verwendung neuer Materialien, unter anderem auch auf nachwachsende Rohstoffe.

 

Nach der Privatisierung des früheren DDR-Zulieferbetrieb IFA Gelenkwelle im Jahr 1992 wurden die ersten Rohre aus glasfaserverstärktem Kunststoff in Wickeltechnologie bei der IFA Maschinenbau in Haldensleben hergestellt.

 

2002 folgte der Aufbau der hochmodernen Prepreg-Fertigung als zukunftsweisende unternehmerische Entscheidung durch Heinrich von Nathusius. Die Hightech-Produkte aus Endlosfasern werden bei diesem speziellen Verfahren mit einer ungehärteten duroplastischen Kunststoffmatrix getränkt. 2004 folgte der erste Serienauftrag für GFK-Blattfedern.

 

2005 wurde die IFC Composite GmbH gegründet. Das Geschäftsmodell des Unternehmens besteht aus der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Leichtbau-Komponenten.

 

2017 erfolgte die Umbenennung in IFA Composite GmbH.

 

Mittlerweile ist die IFA Composite GmbH bei der Entwicklung und Produktion von Strukturbauteilen aus Faserverbundstoffen zum Marktführer in Europa avanciert. Bei der Herstellung von Produkten im sogenannten Prepreg-Verfahren ist das Unternehmen sogar weltweit die Nummer 1.

 

Endkunden sind neben der Automobilindustrie auch Unternehmen aus den Bereichen Motorsport, Militär, Windkraft und Sport. Die IFA Composite GmbH bietet ihre herausragende Faserverbund-Entwicklungskompetenz auch als Engineering-Dienstleistung an.

Glasfasern

Glasfaser ist wahrscheinlich die erste künstlich hergestellte Faser. Entwickelt wurde das Ziehen von Glasfäden vor etwa 3500 Jahren in Ägypten. Industriell hegestellt wurden Glasfasern zuerst in den USA von 1935 an.

 

Zunächst gab es Elektroanwendungen für die Glasfasern. Aber im Leichtbau sind sie vor allem eine kostengünstige Alternative zu Kohlefasern. Wegen ihrer hohen elastischen Bruchdehnung besitzen die dünnen Fasern aus Glas trotz ihrer Festigkeit eine beachtliche Flexibilität.

 

Somit eignen sich die vielseitigen, witterungsbeständigen und nicht brennbaren Fasern gleichermaßen für Flugzeug- und Automobilbau. Hier wird glasfaserverstärkter Kunststoff vor allem zur Fertigung von Verkleidungen oder flächigen Außenhautkomponenten eingesetzt.

 

In den 1950er und 1960er wurden Glasfasern als erstes im Flugzeugbau eingesetzt. Im Automobilbereich waren der Lotus Elite und der Ferrari Dino erste Vertreter von Fahrzeugen aus GFK. Bei der Produktion von Skiern, Helmen und andere Sportgeräten ist GFK heute nicht mehr wegzudenken.